Offenes MRT

Was ist eigentlich ein offenes MRT ?

Klick aufs Bild zum Vergrößern

Unter offenen MRT versteht man Kernspintomographen mit einer unkonventionellen Bauweise des Magneten, die einen besseren Zugang zum Patienten während der Untersuchung erlaubt und/oder auch von Menschen mit großer Körperfülle oder mit Klaustrophobie (Angst vor Enge) toleriert wird.

Normalerweise erzielt man in der MRT besonders gute Bilder, wenn der Magnet nah am Körper ist und sich das Magnetfeld über die ganze Körperlänge homogen verteilt. Darum versucht man den "Tunnel" eng zu halten und den Patienten ganz hineinfahren zu können. Eine offene Bauweise ging daher in der Vergangenheit immer mit einem Qualitätsverlust einher, oder man konnte nur spezielle, kleine Körperabschnitte untersuchen.

Das offene Hochleistungs-MRT Espree

Klick aufs Bild zum Vergrößern

Mit dem Magnetom Espree der Firma Siemens können wir Ihnen nun die Vorteile einer offenen Bauweise bei hoher Magnetfeldstärke von 1,5 Tesla für das vollständige Untersuchungsspektrum bieten - und mehr noch: allerneuesten Entwicklungen wie Ganzkörperdiagnostik, MR-Angiographie, MR-Mammographie oder MRT des Herzens. Wie ist das möglich?

Ein kurzer Magnet wie ein CT

Klick aufs Bild zum Vergrößern

Der Magnet ist eher wie ein Torbogen ("Gantry") als wie ein Tunnel gebaut und damit etwa so lang, wie sie es vielleicht von der Computertomographie kennen. Eine intelligente Konstruktion läßt das Magnetfeld homogen bis an den äußersten Rand reichen.

Tischverschiebung und Bildfusion

Außerdem läßt sich die Untersuchungsliege während der Untersuchung automatisch verschieben und mehrere Körperabschnitte werden schrittweise untersucht und nahtlos zusammengesetzt. Diese Technik ermöglicht mit etwas Geduld sogar die Darstellung des ganzen Körpers. Bei den meisten Untersuchungen schaut ihr Kopf aus dem Magneten.

Ein besonders großer Durchmesser

Klick aufs Bild zum Vergrößern

Konventionelle Magneten haben 50-52 cm Durchmesser. Im Espree haben sie mit 70 cm dagegen gleich 30 % mehr Luft ! Muss man sich also Sorgen um die Bildqualität machen, wenn Sende- und Empfangsantennen (die "Spulen") des MRT so weit vom Körper weg sind ?

Eine Matrix aus Sende- und Empfangsantennen

Klick aufs Bild zum Vergrößern

Trotz großem Magnetdurchmesser kommt es nicht zu Qualitätsverlusten. Denn die MRT-Signale werden durch spezielle Antennen, die wie Decken oder Polster am Körper angewickelt werden, direkt "an der Quelle" gesendet und aufgefangen. Viele dieser Antennen bzw. Spulen können zu einer Matrix zusammengeschaltet und für eine jeweils optimale Qualtät angewählt werden. Dabei wirken die federleichten Spulen nicht beengend.

Breite Schultern und Schwergewichte

Klick aufs Bild zum Vergrößern

Manche Menschen können mit unserem System überhaupt erstmals im MRT untersucht werden. Der Hersteller hat die Tragfähigkeit der Untersuchungsliege mit 200 kg Körpergewicht sehr optimistisch veranschlagt :-)